Der Neurodiversitäts-Vorteil: Warum Unternehmen gewinnen, wenn sie Unterschiede nutzen

Im Workshop „Der Neurodiversitäts-Vorteil – Wie Unterschiedlichkeit Teams stärkt“ zeigten Zoe Seitz, Andreas Maierhofer und Antonia Cichocki, wie neurotypische und neurodivergente Perspektiven die Zusammenarbeit verändern – und warum inklusive Führung genau hier ansetzt.

Beim Workshop mit Zoe Seitz, Andreas Maierhofer und Antonia Cichocki von myAbility stand die Frage im Mittelpunkt, wie neurotypische und neurodivergente Perspektiven in Unternehmen zusammenwirken – und welches Potenzial sich daraus für moderne Führung ergibt. Gleich zu Beginn machten die drei Expert:innen deutlich, dass Neurodivergenz weit über Diagnosen hinausgeht: Viele Unterschiede in Wahrnehmung, Kommunikation und Arbeitsstil sind unsichtbar, prägen aber entscheidend die Zusammenarbeit in Teams.

Durch interaktive Übungen wurde erfahrbar, wie vielfältig Denkweisen tatsächlich sind und wie schwierig es für viele ist, sich klar in Kategorien wie „analytisch“, „spontan“ oder „beziehungsorientiert“ einzuordnen. Genau diese Spannbreite bildet den Kern von Neurodiversität. Die Referent:innen zeigten auf, warum Unternehmen davon profitieren, wenn sie diese Unterschiede nicht glätten, sondern bewusst nutzen: von klarerer Kommunikation über mehr psychologische Sicherheit bis hin zu höherer Innovationskraft.

Im zweiten Teil übertrugen Seitz, Maierhofer und Cichocki diese Erkenntnisse auf Inclusive Leadership. Sie erläuterten, was Führungskräfte benötigen, um neurodivergente Stärken zu erkennen und wirksam zu fördern – insbesondere klare Strukturen, transparente Erwartungen und unterstützende Arbeitsumfelder. Dabei wurde deutlich: Neuroinklusion ist kein Randthema, sondern ein zentrales Leadership-Instrument, um Potenziale sichtbar zu machen und Teams resilienter und kreativer zu gestalten.

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