Community of Practice bei Teach for Austria: How to DEI in Education.
Teach for Austria
Kurzbeschreibung der Initiative
Um einen Fokus auf LGBTQIA*-Themen zu setzen, hat TFA 2020 die Proud School ins Leben gerufen. Dank dieser Initiative wurden bereits viele DEI-Ziele erreicht, wie das Lernmodul „Augenhöhe“ in unserem Social Leadership Programm. Ziel des Moduls ist es, Kindern und Jugendlichen auf Augenhöhe zu begegnen. Daher lernen unsere Fellows in diesem Lernmodul unterschiedliche Lebensrealitäten kennen und Verständnis für Diversität und unterschiedliche Identitäten zu entwickeln.
Doch auch wenn die LGBTQIA*-Community definitiv einen besonderen Fokus in unserer Arbeit braucht und ihn mit der Proud School auch bekommt: Der Begriff der Vielfalt umfasst noch viele weitere Bereiche in unserer Gesellschaft.
Deswegen ist die Idee einer Community of Practice zu DEI-Themen entstanden. Sie fungiert zum einen als Schirmorganisation, um bereits gegründete DEI-Initiativen wie die Proud School und unser repräsentatives Recruitment (RepRec) unter sich zu versammeln und zu vernetzen. Zum anderen ermöglicht sie die Beleuchtung von DEI-Thematiken von verschiedensten Seiten und damit das Bündeln einer breiten Palette. Dabei wird auf das vorhandene Wissen innerhalb der TFA Community gesetzt.
Die CoP: How to DEI in Education wurde mit dem ersten Treffen ihrer Gründerinnen Fatlinda Ibraimi und Coco Saal am 30. Oktober 2024 ins Leben gerufen. Sie soll eine dauerhafte Einrichtung innerhalb der TFA Community werden, die sich autark weiterentwickeln und im Wirkungskreis von TFA für Awareness, Sensibilisierung und Umsetzung von DEI beitragen soll.
Seit wann gibt es die Initiative:
kürzer als 3 Monate
Welche DEI-Dimensionen werden abgedeckt:
Age (Alter), Disability (physische oder psychische Behinderung), Ethnicity (ethnische Zugehörigkeit), Gender (Geschlecht), LGBTQIA+ (Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen), Social Background (soziale Herkunft)
Welche Zielsetzung verfolgt die Initiative und was macht sie aus Ihrer Perspektive besonders innovativ?
Das engere Ziel unserer DEI-CoP ist es, innerhalb der TFA Community von- und miteinander zu (ent-/ umzu-) lernen und dabei auf bereits vorhandene, aber bisher ungenutzte Ressourcen zuzugreifen.
Das weitere Ziel ist es, das Um-/Gelernte zu DEI-Themen gleich dort anzuwenden, wo es am fruchtbarsten ist: im Bildungssektor. Denn hier lernen künftige Generationen und können einen größtmöglichen Impact darauf haben, ob und wie DEI in Zukunft gelebt werden soll.
Neben dem angestrebten systemischen Wandel hin zu Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion gibt es weitere DEI-Ziele:
-das Einbringen verschiedener Lebensrealitäten von Minoritäten innerhalb der TFA Community
-Awareness schaffen für DEI-Themen
-Expert:innenwissen aus der TFA Community mobilisieren, vernetzen und voneinander lernen, um DEI effektiv umzusetzen
-Allyship untereinander schaffen
- Brücken schlagen zwischen Minoritäten, die sonst nicht in Kontakt kommen oder sich sogar ablehnend gegenüberstehen
Unsere Arbeit für die Vision 2050 (= faire Chance auf Bildung für jedes Kind) ist die beste Voraussetzung, um innovativ mit DEI-Thematiken umzugehen. Zum einen, da wir mit unserer Zielgruppe genau jene erreichen, die das Potential haben, unsere gesellschaftliche Zukunft DEI-freundlich zu gestalten: Kinder und Jugendliche.
Doch auch unser Ansatz, mit einer Community of Practice zu arbeiten, bedeutet Innovation. In Zeiten, in denen der Kapitalismus uns beibringt, in Konkurrenz zueinander zu gehen und unser Expert:innenwissen teuer zu verkaufen, setzen wir auf eine Form unserer Initiative, die auf die Kraft der Gemeinschaft baut. Eine Rückbesinnung auf unser soziales (neugieriges) Wesen. Die potentielle Kraft, die in der Schwarmintelligenz steckt. Und die Stärke menschlicher Solidarität, die positive Veränderung bewirken kann.
Welche KPIs werden zur Erfolgsmessung eingesetzt?
Um unseren Erfolg hinsichtlich der Umsetzung unserer DEI-Themen zu messen, setzen wir folgende KPIs:
- Anzahl der Personen, die sich aktiv bei der DEI-CoP mit einbringen und das Kernteam bilden (Ziel für 2025: 5 Personen)
- Anzahl der Personen, die an CoP-Events (Workshops, Panels, Schulungen etc.) teilgenommen haben (Ziel für 2025: 150 Personen)
- Anzahl der durchgeführten CoP-Events (Ziel für 2025: 10 Events)
- Anzahl der Kooperationen mit Bildungseinrichtungen und weiteren externen Organisationen (Ziel für 2025: 5)
- Feedback-Bewertungen zur CoP und CoP-Events (Ziel für 2025: =/< 4, bei einer Wertung von 1 (= sehr schlecht) bis 5 (= sehr gut))
- Anzahl der Personen, die wir durch unsere Kommunikationsplattformen (= Newsletter, Social Media-Kanäle, Community-Plattform, Homepage, Blog etc.) mit CoP-Themen erreicht haben (Ziel für 2025: 50.000 Impressions im Monat)
- Anzahl der DEI-Themen, denen wir uns widmen (Ziel für 2025: 3)
- Anzahl der RepRec-Personen, die an unserem Social Leadership Programm teilnehmen (Ziel für 2025: 25% eines Fellowjahrgangs sollen einen diversen Background haben, dabei visieren wir für 2025 einen Jahrgang mit 70 Fellows an)
Bisherige Learnings und Erfolge?
- Es reicht nicht nur zu kommunizieren, dass DEI uns wichtig ist, wir müssen es selbst in unserer Community leben.
- Es braucht die treibende Kraft eines Kernteams, auch wenn die CoP irgendwann autark sein soll. Ein Kernteam trägt dazu bei, den Überblick zu wahren. Es dient als Informationsquelle, Vernetzungspunkt und ist eine Stelle, an die alle sich bei Fragen, Wünschen etc. wenden können.
- Es braucht zeitliche und finanzielle Ressourcen, um unsere DEI-Ziele umzusetzen.
- Um Menschen verschiedener Minoritäten zusammenzuführen, braucht es Leadership, Einfühlungsvermögen und ggf. eine neutrale Ansprechperson, die durch den Prozess führt - gerade wenn sie sich ablehnend gegenüberstehen.
- Es müssen verschiedenste Perspektiven mitgedacht werden, was am besten geschieht, indem diese Perspektiven von entsprechenden Personen eingeholt werden.
- Innerhalb unserer TFA Community können wir keinen Safe Space, sondern nur einen Safer Space garantieren.
Wie lässt sich die Initiative auf andere Organisationen übertragen?
Sehr Gut
Wie wird die Initiative aus dem Management unterstützt?
Der stellvertretende Geschäftsführer Toni Kronke hat die Proud School gegründet, stellt seine Zeit, Erfahrungen und sein Netzwerk zur Verfügung. Außerdem rekrutiert er Personen für DEI-Themen mit entsprechenden Background. Er ist ein outspoken Ally und wird bei der DEI-CoP beratend an der Seite des Kernteams stehen. Außerdem stellt das Management wichtige Ressourcen zur Verfügung.
Unternehmen:
Teach for Austria
Branche:
NGO für Bildungsfairness
Mitarbeiter:innen-Anzahl:
41
Ansprechpartner:in:
Coco Saal
https://www.teachforaustria.at
Unternehmen:
Teach for Austria
Branche:
NGO für Bildungsfairness
Mitarbeiter:innen-Anzahl:
41
Website:
https://www.teachforaustria.at
Ansprechpartner:in:
Coco Saal

